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Der Jakobsweg
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Pilger ABC
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A
Abkühlen
Bei starker Hitze ist es angenehm, minutenlang Hände und Unterarme in kaltes Wasser zu halten, am besten unter fließendes, und danach an der Luft trocknen zu lassen. Dadurch wird dem Körper Wärme entzogen. Vorsichtig sollte man sein, die Füße in Wasser einzutauchen: Sie quellen leicht auf, sobald sie aus den Schuhen sind und dann kann es schwierig sein, wieder in die Schuhe einsteigen zu können. Sollte sich die Möglichkeit bieten, ein kaltes Bad zu nehmen, sollte dies erst nach ausreichender Abkühlung erfolgen. Das Bemühen, durch kalte Getränke abzukühlen, kehrt um in das Gegenteil: das Getrunkene wird schnell erhitzt und durch Schwitzen wieder ausgeschieden.
Adressen
Auch wenn Sie Ihre wichtigsten Adressen im Kopf haben – verlassen Sie sich zusätzlich auf das beschriebene Papier, so geschrieben, daß es im Bedarfsfalle auch von anderen gelesen werden kann.
Alkohol
Ein kleines Fläschchen Alkohol gehört zur Reiseapotheke: Damit lassen sich Verletzungen desinfizieren. Der Alkoholgehalt sollte dabei 70 % nicht übersteigen.
Alkoholhaltige Getränke gibt es in regional sehr unterschiedlichen Arten und schmecken oftmals dort am besten, wo sie erzeugt werden. Sie sind Genußmittel und zum Löschen des Durstes nicht geeignet. Da sie je nach eingenommener Menge das Bewußtsein trüben und die Reaktionsfähigkeit reduzieren können, sollten Sie Alkohol vermeiden, wenn Sie anschließend, auch zu Fuß, am Straßenverkehr teilnehmen.
Apotheke
Neben den Medikamenten, die regelmäßig eingenommen werden müssen, sollten bestimmte Mittel dabei sein: Pflaster und Mullbinde, Blasenpflaster, Desinfektionsmittel (Alkohol), Zeckenkarte (um Zecken zu ziehen), Salbe gegen Stiche, Sonnenschutzcreme, Mittel gegen Durchfall (auch Suppenwürfel, um Salz- und Mineralverlust auszugleichen), evtl. > Hirschtalg gegen Wundreiben der Haut.
Asphalt
Gleichmäßige Bodenbeläge belasten die Fuße ständig an den gleichen Stellen und fördern somit die Bildung von Blasen. Lange Wege auf Asphalt u.ä. vermeiden, ungleichmäßige, weiche Wege (z.B. Wald und Feld, gegebenenfalls Straßenrand) bevorzugen.
Aushalten
Eine Pilgerfahrt ist kein Spaziergang. Das Gewicht des Gepäckes, die Beschaffenheit der Wege, die Suche nach Unterkünften, die Sorge um Essen und Trinken, die Suche nach Toiletten und nicht zuletzt das Wetter stellen sich schnell als Herausforderungen dar, die bewältigt werden müssen. Das bedeutet zunächst, daß sie ertragen und ausgehalten werden müssen. Darin können sich Grenzerfahrungen zeigen, die zu neuer Selbsterfahrung führen.
Auslandsversicherung
Klären Sie vorab mit Ihrer Krankenversicherung, inwieweit Sie im Ausland versichert sind. Z. Tl. erhalten Sie nur die Leistungen, die im jeweiligen Land erbracht werden und müssen evtl. zusätzliche Leistungen, Bergungs- und (Rück-) Transportkosten selbst tragen. Schon ein Arztbesuch kann deutlich teurer kommen als ein Jahresbeitrag.


B
Begleiter, ständige
Damit sind nicht Personen oder Tiere gemeint, sondern Dinge, die nicht zu ändern sind, aber allgegenwärtig: Tag und Nacht, Licht und Schatten, Hitze und Kälte, Regen und Trockenheit und nicht zuletzt der Weg in unterschiedlichen Beschaffenheiten. Sie wechseln einander ab und das ist auch gut so: wäre es nicht so, wäre vieles nicht zu ertragen. Sie verleihen dem Pilgern neue Dimensionen, die zu der Einsicht verhelfen können, daß die Zeit - auch ein ständiger Begleiter - eine Struktur braucht.
Besteck
Plastikbesteck ist leicht und hilft, wenn Sie z. B. in einer Notunterkunft kein Besteck vorfinden. Wer die Kosten nicht scheut, kann ein Besteck aus Titan verwenden.
Bibel
Es gibt viele unterschiedliche Bibelausgaben. Für die Pilgerreise empfiehlt sich eine kleinformatige Auswahlbibel.
Blasen
Bei den ersten Anzeichen sollten die gereizten Stellen geschützt werden. Textilpflaster können bereits helfen; es gibt spezielle Blasenpflaster. Vorbeugend wirken: Ausreichend große Schuhe, die zuvor eingelaufen werden sowie feinmaschige Socken ohne groben Nähte. Vermeiden Sie, lange Strecken auf Asphalt oder gleichmäßig beschaffenen Wegen zu gehen: dadurch werden immer wieder die selben Fußpartien belastet, was auf Dauer zu Blasen führt.
Brunnen
Geeignete Möglichkeit zur Abkühlung. Bei Bedarf für Trinkwasser oder Wasser zum Zähneputzen vorsichtshalber abkochen.


C
Camino
Spanisch für Weg, Gasse, Pfad, Straße. Wer vom Camino spricht, meint meistens den Camino de Santiago, den Jakobsweg.
Compostela
siehe unter > Pilgerurkunde
Credencial del Peregrino
siehe unter > Pilgerausweis, Pilgerbrief


D
Dehydrierung
siehe unter > Durst
Diabetes
Bei Fachärzten und Apotheken gibt es Informationsbroschüren zum Thema "Diabetes und Reisen". Neben den evtl. nötigen Mess- und Spritzutensilien sowie Medikamenten empfiehlt es sich, gut zugänglich eine Diabetikerkarte bzw. Notfallausweis mitzuführen, evtl. international, auf jeden Fall für den Jakobsweg in Französisch und Spanisch. Tragen Sie gegebenenfalls ein Armband mit Aufdruck "Ich bin Diabetiker" bzw. "Ich bin Diabetikerin" – insbesondere, wenn Sie alleine pilgern. Halten Sie stets leicht zugänglich Traubenzucker bereit. Pilgern Sie mit anderen, informieren Sie diese, auch darüber, was sie zu tun haben, wenn Sie eine Unterzuckerung erleiden sollten. Diese deutet sich an durch Schwächegefühl, Bewußtseinstrübung, unsichere Bewegungen und gestörter Aussprache und kann zum Kollaps führen. Als Gegenmittel ist Traubenzucker geeignet oder auch zuckerhaltige Limonade (keine Light-Versionen!) Bekennen Sie sich offen zu Ihrer Erkrankung, es wird für Sie von Vorteil sein!
Durchfall
Hinterhältige Abwehrreaktion des Körpers gegen verdorbene Speisen und Getränke, zuweilen auch Folge von Angst und Stress. Behandlung mit Medikamenten. Wichtig: Bei Durchfall werden dem Körper Flüssigkeit und Mineralien entzogen, die wieder zugeführt werden müssen. Hilfreich hierbei sind Suppenwürfel. Fettaugen, die beim Kochen entstehen, lassen sich mit dem Löffel abheben. Puristen ziehen es vor, die Suppenwürfel zu kauen - bereits zwei stellen das Gleichgewicht im Körper wieder her. Allerdings ist dies eine sehr robuste Maßnahme.
Durst
Bedarfssignal des Körpers, wenn es an Flüssigkeit fehlt. Was an Flüssigkeit verschwitzt wird, muß wieder zugeführt werden, am besten mit Mineralien, da diese auch ausgeschieden werden. Längerer Flüssigkeitsentzug führt zu Dehydrierung, die sich durch Schwächegefühl, Schwindel, Bewußtseinstrübung und Verwirrtheit ankündigt und im Kollaps enden kann.
Dusche
Es gibt Menschen, die jede Dusche nutzen und andere, die jede auslassen. Letztere vereinsamen zuweilen recht schnell als direkte Folge davon. Auch das große Weihrauchfass in der Basilika in Santiago de Compostela hatte offenbar den vorrangigen Zweck, die Folgen der früher fehlenden Hygiene zumindest aromatisch zu überdecken. Duschenabstinenz mit Hinweis auf Wassermangel zu begründen, wird nicht jeden überzeugen. Die Möglichkeit ist groß, sich in Duschen mit Fußpilz zu infizieren. Schutz bieten Badelatschen oder zur Not Plastiktüten, die als "Schuhe" getragen werden.


E
Ersatzpilger
Ersatzpilger waren in früheren Zeiten bezahlte Pilger, die für andere, die nicht wollten oder konnten, gepilgert sind.
Essen
Achten Sie auf abwechselungsreiches Essen, damit Sie sich ausgewogen ernähren. Ob Sie selbst kochen, hängt davon ab, ob Sie die nötigen Utensilien tragen wollen. Es gibt im Fachhandel kleines und leichtes Gerät, das dennoch Platz braucht und gewichtig ist. Auch das Essen muß bis zu Kochstelle getragen werden. Lassen Sie sich von dem überraschen, was Sie regional vorfinden. Lassen Sie im Freien keine Essensreste offen liegen, das zieht unliebsame Gäste an.
Etappe
Überschätzen Sie sich nicht. Unwegbarkeit der geplanten Strecke und Unwägbarkeit der Wege sowie Wetterverhältnisse können Sie spürbar aufhalten.


F
Filmdöschen
Aufbewahrungsbehälter, der zur Zeit der Digitalkamera nicht mehr gebraucht wird. Früher verwendet, um Filme vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Wird in Fotogeschäften zumeist weggeworfen. Bestens geeignet zum Transport von Kaffeepulver, Kaffeeweiser, Gewürzen und anderen Dingen, die trocken zu halten sind. Kann mit entsprechendem Aufsatz als Salz- oder Gewürzstreuer verwendet werden. Auch geeignet als Transportbehälter für Nähzeug oder andere kleine Dinge. Helle Dosen oder Deckel lassen sich mit wasserfestem Stift beschriften.
Flaschen
Flaschen aus Kunststoff sind leicht, neigen aber zum Verschmutzen. Besser zwei kleine Flaschen mitführen als eine große. Damit läßt sich Gewicht besser verteilen. Kleine Flaschen sind mitunter leichter unter dem Wasserhahn zu füllen als große. Aluminiumflaschen haben ein geringes Gewicht, sind aber säureempfindlich. Werden kohlesäurehaltige Getränke transportiert, ist Vorsicht beim Öffnen ratsam: Durch die Erschütterungen beim Gehen wird das eingeschlossene Gas frei. Dann sorgt schnelles Öffnen von Limonadenflaschen für eine süße, klebrige Dusche.
Fotografieren
Erneuern Sie gegebenenfalls die Batterie(n) des Fotoapparates. Nehmen Sie evtl. einen Zweitakku oder ein Ladegerät mit. Halten Sie immer einen Film oder eine weitere Speicherkarte in Reserve. Fragen Sie fremde Personen, ob Sie sie fotografieren dürfen. Seien Sie zurückhaltend beim Fotografieren in Kirchen. Stören Sie nicht andere beim Beten.
Frühstück
Ohne ausreichendes Frühstück schleppen Sie ein andauerndes Hungergefühl mit, das zu Heißhungerattacken führt.
Funktionswäsche
Wäsche und Bekleidung, die zumeist oder überwiegend aus Kunstfasern besteht. Wirkt temperaturregulierend und trocknet schnell. Bei manchen Hemden und Unterhemden sind die Nähte so versetzt, daß sie nicht von den Tragegurten des Rucksackes in die Haut gedrückt werden.


G
Gelassenheit
Grundtugend, die eingeübt werden kann. Bewährt sich, wenn etwas anders kommt als vorgesehen ist oder erwartet wird. Schafft eine Distanz dazu, alles so zu gestalten, wie man es selbst will. Wird zuweilen durch Einsicht belohnt, daß es gut ist, wie es gekommen ist. Eng verwandt mit Geduld.
Geld
Verstecken Sie größere Geldbeträge in einem speziellen Gürtel mit Innentaschen oder in einem Beutel, den Sie am Körper tragen. Müssen Sie nachts zur Toilette, empfiehlt es sich, Gürtel oder Beutel mitzunehmen.


H
Handy
Wird das Handy abgeschaltet, hält die Akkuladung länger und Sie werden weniger abgelenkt. Das kann eine Chance sein. Für manchen steht das Pilgern in Zusammenhang mit dem Bedürfnis, einmal seine Ruhe zu haben. Auch müssen Sie davon ausgehen, dass in abgelegenen Gegenden keine Verbindung besteht. Denken Sie auch an das Ladegerät (auch Gewicht). Auslandstarife sind teuer, gegebenenfalls kommt es günstiger, im jeweiligen Land eine PrePaidKarte zu besorgen. Schalten Sie regelmäßig Ihr Handy ein, damit Sie sehen, ob Sie Nachrichten oder Mitteilungen erhalten haben.
Hälfteregel
Manchmal ist weniger mehr. Das gilt insbesondere für das Trinken und den Wasservorrat. Die Hälfteregel oder 50 %-Regel besagt, immer nur die Hälfte der jeweils vorhandenen Wassermenge aus der Flasche zu trinken, damit stets ein Rest an Wasser zurückbleibt. Wasser wird nicht nur zum Trinken benötigt, sondern auch zum Reinigen.
Heiliges Jahr
Während in Rom in früheren Jahren alle 50 Jahre (inzwischen alle 25 Jahre) ein sogenanntes Heiliges Jahr oder Jubeljahr ausgerufen wurde (von daher der Begriff "das passiert nur alle Jubeljahre") und in diesem Jahr ein besonderer Sündenablass möglich war, wird in Santiago de Compostela jeweils das Jahr, in dem der Gedenktag des Jakobus auf einen Sonntag fällt (25 Juli), als Heiliges Jahr ausgerufen. Dieses entspricht dem Kalenderjahr. Begonnen wird es mit der Öffnung einer Pforte bzw. eines Tores am 31.12. des Vorjahres. Die letzten compostelanischen Heiligen Jahre waren 1999 und 2004, die nächsten sind 2010 und 2021. Der besondere Sündenablass, der in Compostela in einem Heiligen Jahr erlangt werden kann, ist nicht an das traditionelle Pilgern gebunden, sondern kann auch von denjenigen erlangt werden, die motorisiert anreisen.
Hirschtalg
Fetthaltige Creme, die aus dem ausgeschmolzenen Talg von Hirschen hergestellt wird. Schützt Füße oder Hautpartien vor Aufreißen und Wundwerden.
Hose
Ob kurz oder lang, ist nicht nur eine Geschmacksfrage. Robust soll sie auf jeden Fall sein und große Taschen haben. Lange Hosen bieten besseren Schutz. Bei kurzen Hosen, oder solchen, die sich kürzen (zippen) lassen, wird ein Sonnenschutz benötigt.
Hund
- der eigene: Ist Ihr Hund fit genug? Überlegen Sie, was Sie Ihrem Hund zumuten. Vielleicht haben Sie länger von Ihrem Hund, wenn Sie für ein paar Wochen auf ihn verzichten? In Spanien dürfen Hunde grundsätzlich nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden - es sei denn, Sie sind bereit, ein ganzes Zugabteil zu buchen.
- fremde: Hunde sind zunächst neugierig. Begegnet Ihnen ein Hund, bewahren Sie Ruhe; bleiben Sie stehen, reden Sie beruhigend auf den Hund ein, halten Sie einen Handrücken hin, damit der Hund riechen kann. Vermeiden Sie, die Zähne zu zeigen oder zu knurren, das kann den Hund reizen. Seien Sie vorsichtig, sich groß zu machen und auf den Hund zuzugehen. Nutzen Sie den Pilgerstab, um den Hund notfalls zu vertreiben. Manche Hunde kennen offenbar bereits die Wirkung von Pilgerstäben und scheuen zurück.
Hut
Je stärker die Sonne scheint, desto wichtiger ist ein Kopfschutz. Eine breite Krempe schützt Nase und Nacken. Im Sommer empfehlen sich leichte Materialien (Stroh, Baumwolle), evtl. mit Band.


I
Impfung
Klären Sie mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, ob Sie ausreichend geimpft sind. Grundsätzlich sollte ein Tetanusschutz vorliegen, gegebenenfalls Zeckenschutz oder Schutz vor anderen Gefahren, die in den vorgesehenen Gebieten gegeben sind. In kleine Wunden können Schmutz und damit gefährliche Erreger eindringen, Tiere können ebenso alleine schon durch Beißen Erreger übertragen.
Internet
In Internetcafes können Sie sich informieren, wenn es sein muß, E-Mails abrufen oder versenden. Bedenken Sie jedoch, daß Sie nicht prüfen können, ob alle Spuren Ihrer Verbindungen (Passwörter) tatsächlich gelöscht werden.
Isomatte
Unverzichtbar für diejenigen, die im Freien schlafen. Schafft eine gute Grundlage zum Liegen, hält die Bodenkälte fern.


J
Jacke, Jaquette
Im Mittelalter war Jakob ein häufiger Vorname von französischen Bauern, ihre typische Bekleidung wurde Jaquette genannt, daraus die Abkürzung Jacke abgeleitet.
Jakobiner
Die Dominikanermönche, die in Paris im Kloster Saint-Jaques ansässig waren, wurden allgemein als Jakobiner bezeichnet. Das Kloster war dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht und lag am Jakobusweg. Während der Französischen Revolution war Jakobiner die Bezeichnung einer politischen Gruppierung, die offenbar deswegen so bezeichnet wurde, weil ihr Hauptversammlungsort das genannte Pariser Kloster war.
Jakobsmuschel
Über die Entstehung und Bedeutung der Jakobsmuschel gibt es viele Legenden und Erklärungen, die jeweils beanspruchen, die richtige zu sein. Auf jeden Fall weisen Sie sich mit der Jakobsmuschel als Jakobspilger aus. Am Hut oder am Rucksack dient sie als Schmuck, um den Hals gehangen, kann sie als Schöpf- und Trinkgefäß verwendet werden. Das Umhängeband sollte so lang sein, daß die Muschel leicht über den Kopf gezogen werden kann, ist es zu lang, baumelt die Muschel zu sehr. An zwei Ösen befestigt, läßt sie sich ruhiger tragen. Im Gegensatz zu einem Textilband kann ein Lederband abfärben, wenn es feucht wird. Die Farbe läßt sich schwer aus der Wäsche entfernen.
Die Jakobsmuschel wird gerne als Wegmarkierung verwendet. Sie befindet sich an Pilgerherbergen oder Gebäuden, die für Jakobspilger offen sind. Bei stilisierten Symbolen sollte der Punkt, auf den die verschiedenen Strahlen hinführen, die Richtung nach Santiago de Compostela anzeigen.
Ein großer Mineralölkonzern führt als Firmensignet eine Muschel (engl. "Shell").
Jakobspilger
siehe auch > Pilger. Jakobspilger bezeichnet eine Person oder Personengruppe, die auf dem Weg nach Santiago de Compostela oder eines Teilstückes unterwegs ist.
Jakobsweg
Im eigentlichen Sinne bezeichnet Jakobsweg den "Camino Francés", der von den nordspanischen Pyrenäen über die Städte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren führt. Auf diesen Weg münden viele andere Wege aus verschiedenen Ländern Europas, die als "Wege der Jakobspilger" bezeichnet werden. Santiago de Compostela hat sich schon früh als Pilgerort entwickelt und galt lange neben Rom und Jerusalem als besonders bedeutsam, da es hier besondere Formen des Ablasses (z.B. im > Heiligen Jahr) gab.
Jakobus der Ältere
War einer der zwölf Apostel Jesu. Nach Jesu Tod soll er in Spanien missioniert haben. Nach seiner Enthauptung in Jerusalem (ca. 44 n. Chr.) wurde er nach Spanien gebracht, wo er im Nordwesten, in Galizien, beigesetzt wurde. Über seinem Grab, das im 9 Jahrhundert n. Chr. wiederentdeckt wurde, hat man zunächst eine Kapelle, später eine Kirche und dann die Kathedrale erbaut.
Jakobusbruderschaften
Ihre Mitglieder sorgten sich um das leibliche und seelische Wohl der Pilger. Entlang der Wege errichteten Sie Herbergen und Hospitäler und betreuten die Pilger.
Jakobusgesellschaften
Meist als Verein organisiert, beraten und informieren Sie, vertreten die Interessen der Pilger und kümmern sich um Pilgerwege. Sie stellen > Pilgerbriefe oder > Pilgerausweise aus.
Jakobustropfen
Nach überliefertem altem französischen Rezept hergestellter Likör. Magenfreundlich mit erfrischendem Pfefferminzgeschmack.


K
Kaffee
Wenn Sie löslichen Kaffee mitführen, haben Sie eine gute Währung: Sollten Sie einem Pilger begegnen, der gerade pausiert und Wasser kocht, können Sie sich damit gerne einladen. Vielleicht haben Sie auch ein wenig Trockenmilch dabei ("Kaffeeweiser"). Ähnliches gilt für Tee.
Kalebasse
Kürbisart. Durch langsame Trocknung wird die Außenhaut holzartig hart und wasserundurchlässig. Ausgehöhlt läßt sie sich verwenden als Schöpf- und Trinkgefäß. Sehr leicht und robust. Wird gerne am Pilgerstab getragen und sei es nur als Schmuck.
Käse
Nahrhafte, fettreiche Speise in regional sehr unterschiedlichen Arten. Gut verpackt aufbewahren, da Käse bei Hitze auslaufen kann.
Karte
Auch wenn viele Pilgerwege gut ausgeschildert sind, helfen Wanderkarten zur Orientierung. Unentbehrlich ist ein Kompass, um die Karte einzunorden.
Kleidung
Die Kleidung sollte bequem, robust und funktionell sein. Helle Kleidung schützt besser vor Wärme und ist in Dunkelheit besser zu sehen. Vorteilhaft ist es, wenn die Kleidung leicht zu reinigen ist und schnell trocknet.
Kocher
Esbitkocher sind klein und leicht, aber nur für den Einsatz im Freien geeignet. Ihr wahrer Vorteil liegt darin, daß sie die Vorfreude auf einen Kaffee, Tee oder eine Tütensuppe verlängern und zu meditativen Pausen verleiten. Es gibt kleine, und leistungsfähige Gaskocher, die sich mit Gaskartusche in einem kleinen Topf verstauen lassen. Aus Sicherheitsgründen dürfen in Flugzeugen keine Gaskartuschen mitgenommen werden. Also muß eine Gaskartusche leergebrannt sein. Von Vorteil sind hierbei Schraubkartuschen. Diese kann man teilentleert vom Kocher trennen und an andere Pilger weitergeben.
Kochgeschirr
Unentbehrlich für Selbstversorger. Aluminium ist leicht und hat eine gute Wärmeleitung, allerdings kann Essen leicht anbrennen und Aluminium ist säureempfindlich, d.h. bei säurehaltigen Speisen werden Spuren von Aluminium gelöst und gehen in die Speisen oder Getränke über. Edelstahl ist deutlich schwerer und säurefest, leitet aber Wärme weniger gut. Im Handel gibt es auch kombinierte Formen, z.B. beschichtetes Aluminium (nicht kratzfest), Edelstahl, das außen mit Kupfer beschichtet ist oder Duosal (außen Alu, innen Edelstahl). Noch leichter und säurefest ist Titan, leitet aber Wärme schlecht und ist erheblich teurer.
Kompass
Um eine Karte einzunorden, genügt ein einfacher Kompass. Dabei ist darauf zu achten, daß die magnetische Nadel nicht von Metall in der Umgebung abgelenkt wird. Wer sich darauf versteht, kann nach Kompass laufen, braucht dazu aber einen Marschkompass mit Kimme und Korn, Gradanzeige und Spiegel.
Kondition
Pilgern ist anstrengend und setzt gute Kondition voraus. Ratsam ist es, zuvor ärztlichen Rat einzuholen. Beim > "Testpilgern" über 1-3 Tagestouren läßt sich erkennen, ob die vorhandene Kondition reicht.
Kopfbedeckung
siehe unter > Hut
Kreditkarte
Lassen Sie niemanden ihre Geheimnummer erfahren. Notieren Sie bei Ihren Reiseunterlagen die Telefonnummer, über die Sie die Karte sperren lassen können, wenn sie verloren gegangen ist.
Kulturelle Wallfahrt
Urkunde, die im Pilgerbüro der Kathedrale von Santiago de Compostela an Besucher ausgestellt wird, die nicht aus religiösen Gründen nach Santiago de Compostela gekommen sind.


L
Landschaft
Landschaft ist ein Sammelbegriff für das Gebiet, in dem Sie sich gerade befinden und das sich in seinem Erscheinungsbild von anderen unterscheidet. Je weiter der Weg, den Sie gehen, desto unterschiedlichere Landschaften können Sie kennenlernen. Je länger Sie am Tag unterwegs sind, desto mehr werden Sie feststellen, wie sich der Eindruck einer Landschaft unter dem Einfluß von Licht und Wetter verändert und auch, wie sich Licht und Wetter verändern. Sie werden einen Blick dafür gewinnen, daß es sehr viele Abstufungen von Grün gibt, ob naß, feucht oder trocken, in der Sonne oder im Schatten. Sie werden auch erfahren, daß jede Landschaftsform ihre Reize hat, daß eine weite flache Landschaft ebenso anstrengend sein kann wie ein Anstieg oder ein Abstieg. Geht es auf und ab, können Sie oftmals sehen, wo es eine Wendung gibt, eine Ebene scheint schier endlos zu sein, gerade dann, wenn weit und breit kein Baum zu sehen ist und die Sonne vom wolkenlosen Himmel scheint. Gegebenenfalls wird Ihnen auffallen, wie das Erscheinungsbild einer Landschaft durch menschliches Wirken beeinflußt sein kann. Vielleicht werden Sie zu schätzen wissen, daß die Landschaften sich abwechseln und vielleicht werden Sie erkennen, daß Sie Ihre Seele wie eine Landschaft empfinden und verschiedene Seelenzustände verschiedenen Landschaften ähneln.
Lebensmittel
Wer hungrig einkauft, kauft schnell mehr, als gebraucht wird. Auf Gewicht und Haltbarkeit achten.
Licht
Die Stärke des Lichtes und seine Farbe verändern sich in Abhängigkeit von der Jahreszeit, der Tageszeit, dem Einstrahlwinkel sowie der jeweiligen Bewölkung. Subjektiv läßt sich das Licht sehr unterschiedlich empfinden, als weich oder hart, als klar oder diffus. Dementsprechend werden auch die Schatten empfunden. Sie geben einer Landschaft die räumliche Tiefe.


M
Magnesium
Magnesium ist u.a. zuständig für die Regulierung des Wasserhaushaltes, die Leistungsfähigkeit von Herz und Muskulatur und deren Entspannung. Wadenkrämpfe können ein Hinweis auf Magnesiummangel sein. Sollte die Zufuhr über ausgewogene Ernährung nicht ausreichen, empfiehlt sich die Einnahme von entsprechenden Präparaten. Wird Magnesium abends eingenommen, wirkt es beruhigend. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, da bestimmte Darreichungsformen Durchfall fördern. Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme von Magnesium und Kalzium, da sich beide gegenseitig blockieren können.
Messer
Nicht alles, was sich zwischen die beiden Heftschalen bringen läßt, ist wirklich nötig. Ein handliches und handhabbares Taschenmesser sollte folgende Teile haben: scharfes Messer, kleine Schere, Pinzette, Zahnstocher, Dosenöffner, Flaschenöffner (Kron-)Korkenzieher, Nagelfeile, Spitze und evtl. Säge.


N
Nacht
Wer im Freien übernachtet, weiß, daß nachts eine ganz besondere Atmosphäre herrscht: Der Blick in den sternenvollen Himmel läßt die Weite des Weltalls spüren, während die Landschaft ihre Tiefe zu verlieren scheint. Je stärker der Mond "scheint", desto heller ist es. Die Akkustik ändert sich: Zuweilen scheint eine weitgehende Stille gegeben zu sein, aber wenn Geräusche zu hören sind, so klingen sie anders und können irritieren. Was tagsüber an Trittgeräuschen von größeren Lebewesen kommt, kann in der Nacht von einem kleinen Nagetier herrühren, das über laubbedeckten Boden huscht. Das Empfinden der Nacht kann ein Spüren von Verlassensein, Allein- oder Einsamsein ebenso hervorrufen wie ein Gefühl, inmitten des riesigen Weltalls seinen gewollten und zugewiesenen Platz zu haben.Nähzeug
Sie brauchen kein buntes Sortiment an Nähfäden. Sollte einmal ein Faden farblich nicht passen, stehen Sie mit abweichender Farbe besser da als ohne Knopf.
Notfallfragen
Wenn es nicht gelingt, sich mit einer anderen Sprache vertraut zu machen, können Sie sich so behelfen: Überlegen Sie sich vor der Pilgerreise, welche Fragen Sie evtl. stellen müssten, z.B. "Wo gibt es einen Arzt?" oder "Ich brauche einen Arzt", "Wo ist eine Apotheke?", "Wo ist ein Lebensmittelgeschäft?", "Wo ist eine Post?". Lassen Sie sich diese Fragen von jemanden übersetzen, der die benötigte Sprache kennt. Schreiben Sie die Frage auf deutsch und der jeweiligen Sprache auf (z.B. französisch oder spanisch), evtl. auch zusätzlich in englisch, damit Sie, wenn es nötig sein sollte, einfach die Karte zeigen. Sie werden dann möglicherweise schnell umringt sein von hilfsbereiten Menschen und feststellen, daß eine Kommunikation mit Gesten möglich ist. Vielleicht halten Sie Papier und Stift bereit, um einen Weg aufzuzeichnen. Sie können diese Notfallfragen auch in einer Tabelle zusammenstellen, sollten dann aber zwischen den Zeilen größere Abstände einfügen, damit niemand "in der Zeile verrutscht" und Sie zum Arzt schickt, wo Sie doch zur Post wollten.
Notproviant
Da es passieren kann, daß Sie über längere Zeit keine Möglichkeit finden, sich etwas zum Essen zu besorgen, benötigen Sie eine Reserve, auf die Sie zugreifen können: Wasser, Traubenzucker, > Nüsse. Wurst und > Käse sind zwar nahrhaft, aber nicht sehr haltbar. Verbrauchen Sie den Vorrat erst dann völlig, wenn Sie wieder auffüllen können.
Notrufnummern
Notieren Sie sich vor Beginn der Pilgerreise die wichtigsten Telefonnummern. Denken Sie dabei nicht nur an Rettungsdienste, sondern auch an Ihre Angehörigen, die Sie oder andere gegebenenfalls informieren müssen, wenn etwas passieren sollte. Auch die Telefonnummer, über die Sie gegebenenfalls Ihre Bank- oder Kreditkarte sperren lassen können, sollten Sie notieren.
Nüsse
Nüsse ist ein Sammelbegriff für Nahrungsmittel mit harter Schale und festem Kern. Während Haselnuss und Maroni echte Nüsse sind, zählen Paranüsse zu den Kapselfrüchten. Mandeln, Kokosnuss und Walnüsse gehören zu den Steinfrüchten und Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten. Nüsse eignen sich hervorragend als kalorienreicher Notproviant. Bedingt durch ihren zumeist hohen Fettgehalt halten Sie lange vor. Da sie allerdings recht langsam in Blutzucker umgewandelt werden, stellt sich ein Sättigungsgefühl erst nach einiger Zeit ein.


O
Ohrenstopfen, Ohrenstöpsel
Klein und leicht bewähren sie sich vor allem in Gemeinschaftsunterkünften. Zur Not tut es auch ein Stück Tempotaschentuch.


P
Pause
Eine zumeist gewünschte Unterbrechung des Pilgerweges, besonders unter Mittag sinnvoll, um starke Erhitzung durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Die Pause kann genutzt werden, um abzukühlen, dies sollte aber nicht in Frieren übergehen, weil daraus eine Erkältung entstehen kann.
Pelerine
Als Pelerine bezeichnet man ein Cape, mit dem man sich schützen kann (Das Wort Cape ist verwandt mit Kapuze). Auf französisch heißt Pilger pèlerin. Der Name leitet sich von dem Umhang ab, mit dem sich Pilger schützten. Möglicherweise hat sich pélerin lautmalerisch abgewandelt vom lateinischen peregrinus = Pilger.
Pflaster
- traditionelle Befestigungsart von Wegen, garantiert unbequemes Gehen und kann bei Feuchtigkeit sehr glatt werden;
- Verbandsmaterial in unterschiedlichen Ausführungen; gehört zur Grundausstattung eines Erste-Hilfe-Sets. Klebstoffreste lassen sich mit Reinigungsbenzin entfernen.
Pilger
Abgeleitet vom lateinischen Wort "peregrinus" = fremd, Fremder. Ein Pilger ist eine Person, die aus religiösen Gründen in die Fremde geht bzw. wo sie hinkommt, fremd, ein Fremder/eine Fremde ist. Pilger gibt es in verschiedenen Religionen. Pilger verleiten Einheimische zu besonderer Gastfreundschaft.
Pilgerausweis, auch Pilgerbrief
Für den Jakobsweg gibt es spezielle Pilgerausweise oder Pilgerbriefe (Credencial del Peregrino). Diese weisen den Pilger als solchen aus bzw. berechtigen ihn, als Pilger aufzutreten und Unterkunft in Pilgerherbergen zu erlangen. Sie gelten für diejenigen, die auf traditionelle Weise (zu Fuß, per Pferd oder Fahrrad) nach Santiago de Compostela pilgern. Sie enthalten Stempelfelder für die tägliche Dokumentation der letzten 100 km zu Fuß oder Pferd bzw. 200 km per Fahrrad (Stempel mit Datum und Unterschrift). Im Pilgerbüro der Kathedrale von Santiago de Compostela wird nach Überprüfung der Einträge die > Pilgerurkunde ausgestellt.
Pilgerbüro
Gibt es nicht nur an Pilgerorten, sondern auch an vielen anderen Orten. Im Pilgerbüro gibt es allgemeine Informationen und Unterlagen zum Pilgern oder zum jeweiligen Pilgerort bzw. Pilgerweg. Im Pilgerbüro der Kathedrale von Santiago de Compostela wird die > Pilgerurkunde ausgestellt.
Pilgerherberge
Hotels und Pensionen sind kommerzielle Angebote, je höher die Übernachtungspreise, desto mehr Komfort können Sie erwarten. In diesen Häusern können Sie Plätze buchen bzw. reservieren, nicht aber in Pilgerherbergen. Diese werden zumeist von ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen betreut und sind auf kleine Kostenerstattung oder Spenden angewiesen. In den vielfach alten Häusern sind die hygienischen Verhältnisse nicht immer zufriedenstellend. Neben Pilgerherbergen, die zuweilen Klöstern angeschlossen sind, gibt es private Unterkünfte und auch Notunterkünfte, die allenfalls ein Dach über dem Kopf bieten.
Pilgermaus
Die Pilgermaus (lat. mus musculus peregrinus) ist eine besondere Form des Homoparasitismus. Sie gehört zur Familie der Langfingermäuse (lat. mures digiti longi) und fällt alles an, was sich nagen oder trinken läßt. Sie tritt gerne unerkannt auf (lat. mus anonymus) und hat keinen Respekt vor fremden Eigentum. Sie ist besonders in Pilgerherbergen anzutreffen, und dort insbesondere in Kühlschränken. Auf ihre Anwesenheit kann geschlossen werden, wenn Getränke trotz verschlossener Gefäße zu verdunsten scheinen, Käse und Wurst schrumpfen oder ganz verschwinden. In Butter hinterlassen Langfingermäuse eindeutige gezahnte Spuren. Das Geschehene wird gern verharmlosend bezeichnet als Mundraub (lat. raptus ciborum ad usum furis). Die ursprüngliche Wildform wird in leichten Fällen als kleiner Dieb (lat. mus furunculus), in schwerwiegenden Fällen als Kleptomane (lat. mus rapax, auch mus clepens) bezeichnet. Eine höflich-kultivierte Form ist unter der Bezeichnung „Schnorrer“ (lat. mus nassauerensis) bekannt.
Pilgern
Alter religiöser Brauch, der aus unterschiedlichen Gründen gepflegt wird: zur Erlangung eines Sündenablasses, zur Verehrung Heiliger, als Bitt- oder Dankgang, zur Einlösung von Gelübden und im Mittelalter auch als Alternative zu schweren Strafen auferlegt. In früheren Zeiten gab es auch das stellvertretende Pilgern: Wer nicht selbst pilgern wollte oder konnte, hat eine andere Person (Ersatzpilger) auf den Weg geschickt und dafür bezahlt.
Pilgerstab
Der Pilgerstab ist eine wesentliche Ausstattung und treue Begleitung der pilgernden Person: Daran kann sich der Pilger halten, sich abstützen, die Tiefe von Gräben oder Gewässern messen, und ihn als Taktstock nutzen. Offenbar wissen auch Hunde den Pilgerstab zu schätzen: Aus dem Zweibeiner wird ein Dreibeiner und dieses dritte Bein flößt Respekt ein. Allerdings wissen dies oftmals nur die Hunde zu schätzen, die das dritte Bein schon zu spüren bekamen. Hoffen Sie darauf, dass Sie nur solchen Hunden begegnen.
Pilgerurkunde
Im Pilgerbüro der Kathedrale von Santiago de Compostela wird nach Überprüfung des Pilgerausweises bzw. des Pilgerbriefes die Pilgerurkunde (Compostela) ausgestellt.
Planung
Bei einer guten Planung berücksichtigen Sie nicht nur, was Sie erwarten wollen, sondern auch was Sie nicht erwarten möchten, aber passieren könnte. So schaffen Sie eine Beweglichkeit, mit der Sie besser reagieren können, wenn etwas anders kommt.
Plastiktüte
Hergestellt aus PVC, löst sich bei anhaltendem Lichteinfall allmählich auf, kann also nicht lange äußerlich verwendet werden. In gutem Zustand nicht nur als Tragetasche zu verwenden, sondern für alle Einsatzbereiche, in denen Gegenstände vor Feuchtigkeit zu schützen sind. Und tagsüber als Abfallbeutel nutzbar, der abends in der Unterkunft entsorgt wird.
Post
Sollten Sie sich unterwegs etwas zusenden lassen müssen, brauchen Sie eine Adresse. Da es nicht möglich ist, Aufenthalte in Pilgerherbergen zu reservieren, können Sie evtl. ein Hotel oder ein Pfarramt als Adresse suchen. Sorgen Sie dort dafür, daß Ihre Post entgegengenommen wird. Da der Postweg aber sehr lange dauern kann, ist es sehr riskant.


Q
Quelle
Quellwasser kann sehr kalt sein. Nicht immer als Trinkwasser geeignet, gegebenenfalls nur abgekocht trinken oder zum Zähneputzen verwenden.


R
Regen - Regenschutz
Besonders empfehlenswert ist ein Cape, oder eine > Pelerine, das bzw. die über Körper und Rucksack passt.
Rucksack
Moderne Rucksäcke haben ein integriertes Tragegestell, das sich der Rückenlänge anpassen läßt. Sitzt der Rucksack mit geschlossenem Hüftgurt auf der Hüfte auf, entlastet dies die Schultern. Größe des Rucksackes und Menge des Gepäcks bedingen einander. Schwere Gegenstände am besten rückennah in mittlerer Höhe verpacken.


S
Salbe
Es gibt verschiedene Salben: Wundsalben, Hautcremes. Besonders wichtig sind Salben zum Einreiben der Füße und empfindlichen Stellen, die nicht wundgerieben werden sollen (z.B. Hirschtalg), evtl. Deodorants und Sonnenschutzcreme bzw. -öl.
Santiago
Der Begriff ist abgeleitet aus Sanctus Jakobus und wird im Spanischen für Jakobus verwendet. Dieser ist Schutzpatron Spaniens.
Sauberkeit
Verlassen Sie die Stätten, an denen Sie verweilen so, wie Sie sie auffinden wollen, sowohl im Freien wie auch in Unterkünften. Und wenn Sie es anders auffinden, lassen Sie sich nicht verleiten, es gleich zu tun. Wer (sich) sauberhält, drückt damit seine Solidarität mit den anderen Pilgern aus und zeigt darin auch Dankbarkeit gegenüber den Gastgebern.
Schatten
Nutzen Sie den Schatten, wo es ihn gibt. Aber auch im Schatten gilt: Vor Sonne schützen, denn UV-Strahlen gibt es auch im Schatten.
Schere
Nicht immer durch ein Messer zu ersetzen, aber gut, wenn das Taschenmesser eine Schere enthält.
Schlafen
Wundersame Einrichtung der Natur, sich in kurzer Zeit zu erholen und sein Bewußtsein in eine traumhafte Welt wandern zu lassen. Funktioniert vor allem dann, wenn der Schlaf ungestört erfolgt. Noch ist unklar, aus welcher Laune heraus die Natur das Gegenmittel erfunden hat (> Schnarchen).
Schlafsack
Einen Schlafsack benötigen Sie, wenn Sie im Freien schlafen. Aber auch in vielen Pilgerherbergen, da dort oft nur ein Bett mit Matratze zur Verfügung steht. Der Schlafsack sollte leicht sein, auf die zu erwartenden Temperaturen passen und schnell trocknen, falls man nachts schwitzen sollte. Für den Aufenthalt in Pilgerherbergen empfiehlt sich ein leichter Leinenschlafsack.
Schlangen
Im Alter von etwa 3 Jahren entwickeln wir Angst vor Schlangen, die später in eine geheimnisvolle Faszination übergehen kann. Seien Sie dennoch vorsichtig. In freier "Wildbahn" ist immer mit Schlangen zu rechnen. Feste Schuhe bieten guten Schutz. Prüfen Sie die Umgebung, bevor Sie an einen Brunnen gehen oder sich hinsetzen. Vermeiden Sie es, Schlangen zu reizen. Bewahren Sie Ruhe. Bei Schlangenbiss die entsprechende Stelle ruhigstellen. Sind Sie alleine unterwegs, suchen Sie schnellstens ärztliche Hilfe. Konnten Sie Hilfe anfordern, warten Sie in Ruhe. Wunde desinfizieren, aber nicht abbinden, aufschneiden oder aussaugen. Es besteht die Gefahr, daß eingedrungenes Gift oder die Situation an sich einen Schock hervorrufen kann, der entsprechend zu behandeln ist. Wenn Sie jemandem helfen, der oder die gebissen wurde, versuchen Sie, beruhigend einzureden.
Schnarchen
Wer schnarcht, schläft, aber das hilft Ihnen nicht, außer Sie schnarchen selbst. Stellen Sie sich vor, es sei Musik und komponieren Sie diese im Geiste weiter, solange Sie nicht darüber einschlafen. Wenn auch das nicht hilft, können Ohrenstopfen helfen. Zur Not reicht ein Stück Tempotaschentuch.
Schuhe
Wenn Sie mit Rucksack unterwegs sind, haben Sie in Wanderstiefeln besseren Halt. Die Schuhe sollten ausreichend groß sein und ein griffiges Profil haben. Probieren Sie beim Kauf die Schuhe mit dicken Socken (am besten zum Abend hin, da die Füße tagsüber anschwellen). In manchen Schuhgeschäften gibt es "Brücken", die An- und Abstiege simulieren. Dabei sollten die Fußzehen vorne nicht anstoßen. Auch sollten die Schuhe vorne weit genug sein. Druckstellen erzeugen Blasen. Laufen Sie die Schuhe ein, bevor Sie losziehen. Vermeiden Sie grobmaschige Socken mit groben Nähten.
Sind die Schuhe mit einer Membran versehen, die das Eindringen von Wasser verhindert, sollten Strümpfe aus Kunstfasern oder feiner Wolle verwendet werden, die den Fußschweiß schnell ableiten. Die Atmungsaktivität der Membran funktioniert aber nur bei Außentemperaturen von 18 °C und weniger, da eine Temperaturdifferenz von mindestens 15 °C zwischen innen und außen gegeben sein muß. Bei höheren Außentemperaturen z.B. schwitzen die Füße mehr.
Schweißtuch
Bei leichtem Schwitzen reicht ein Taschentuch, gegebenenfalls hilft ein Küchentuch. Kopf- und Stirnschweiß läßt sich mit einem Stirnband oder Kopfbedeckung auffangen.
Schwitzen
Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang zur Regulierung der Körperwärme, sozusagen eine eingebaute Wasserkühlung. Überlegen Sie, ob Sie evtl. zu warm gekleidet sind, aber achten Sie darauf, dass Sie beim Pausieren nicht frieren, sonst erkälten Sie sich. Nur ein Teil des Schwitzens ist als Feuchtigkeit an Haut und Kleidung erkennbar; ein großer Teil verdunstet über freie Hautpartien. Beim Schwitzen verlieren Sie nicht nur Wasser, sondern auch Mineralien, und diese müssen dem Körper wieder zugeführt werden. Eine gut sitzende Kopfbedeckung fängt den Stirnschweiß auf. Ein Küchenhandtuch als Schweißtuch kann Abhilfe verschaffen. Führen Sie ein Reisewaschmittel mit, um die Wäsche regelmäßig zu waschen. Testen Sie Funktionswäsche, die schwitzmindernd wirkt und nach dem Waschen schnell trocknet. Achten Sie auf die Bauart des Rucksackes: Manche liegen am Rücken an, andere sind so gebaut, dass Luft zirkulieren kann. Hilfreich ist es auf jeden Fall, wenn der Rücksack mit einem Tragegurt auf der Hüfte aufsetzt. Das entlastet nicht nur die Schultern, sondern vermindert das Schwitzen.
Socken
Bevorzugen Sie feinmaschige Socken ohne groben Nähte. Waschen Sie regelmäßig die Socken. Tragen Sie Schuhe mit wasserdichter und atmungsaktiver Membran, schwitzen Sie mit Baumwollsocken stärker als mit Socken aus Kunstfaser oder feiner Wolle.
Sonne
Die Sonne kann zum treuesten Begleiter werden, verlangt aber auch, daß Sie sich vor ihr mit Kopfbedeckung und Creme bzw. Öl schützen. Teilen Sie sich Ihren Weg so ein, daß Sie über die Mittagszeit, wenn die Sonne am stärksten strahlt, pausieren.
Spiritualität
Pilgern ist keine rein körperliche Anstrengung, auch wenn es Zeiten geben mag, in denen nur Anstrengung und Strapazen zu verspüren sein mögen. Es ist entsprechend der religiösen Begründung auch eine geistig-seelische Anstrengung. So wie der Körper Verpflegung und Sorge braucht, so wollen auch Geist und Seele versorgt werden. Werden Sie achtsam für den Augenblick und für das, was die Augen erblicken und die Sinne spüren, lassen Sie sich anregen von Texten, beobachten Sie, wie Sie sich verändern und verändert werden durch das, was Sie auf Ihrem Pilgerweg er-leben und er-fahren.


T
Takt
Finden Sie Ihre persönliche Gehgeschwindigkeit heraus. Pilgern bedeutet nicht, zu hasten. Der Pilgerstab (oder Nordic-Walking-Stöcke) hilft ihnen, den Takt zu finden. Das Schwingen und Aufsetzen des Pilgerstabes = Taktstockes schafft den Rhythmus, in dem Sie sich bewegen.
Tagebuch
Geeignetes Mittel, um seinen Weg zu dokumentieren, seine Erlebnisse, Gefühle und Gedanken aufzuschreiben. Beim Aufschreiben wird vieles klarer, da es zum Nach-Denken anregt. Hilft später beim Erinnern. Verführt zu bewußterem Wahr-Nehmen und vertieft das Wahr-Genommene. Kann zu einem wesentlichen Element des Erlebens und der Erfahrung werden, erfordert allerdings eine gewisse Disziplin.
Taschenlampe
Da Sie vermutlich bei hellem Licht unterwegs sind, brauchen Sie eine Taschenlampe zumeist nur, um sich z.B. in der Pilgerherberge nachts zu orientieren. Sollten Sie dennoch bei Dunkelheit unterwegs sein, können Sie mit der Taschenlampe Autofahrer/innen auf sich aufmerksam machen.
Taschenmesser
siehe unter > Messer
Tempotaschentuch
Vielseitig verwendbar, notfalls auch als Toilettenpapier. Alleine schon deswegen unentbehrlich.
Testpilgern
Pilgern kann man nicht testen, aber auf einer 3-Tagestour läßt sich testen, ob die nötige Kondition vorhanden ist, die Ausrüstung geeignet und der Rucksack nicht zu schwer ist. Dabei läßt sich auch erkennen, ob die angestrebte Tagesleistung gut oder zu hoch angesetzt ist.
Traubenzucker
Traubenzucker wird bereits im Mund gelöst und steht so als Energie sofort zur Verfügung. Diabetiker sollten stets Traubenzucker dabei haben um eine drohende Unterzuckerung zu verhindern. Als Nichtdiabetiker können Sie diesen gegebenenfalls sofort mit Traubenzucker helfen.
Training
Trainieren Sie, bevor Sie losziehen, den ganzen Körper. Sie brauchen Kraft, um das Gepäck zu tragen, sie brauchen Ausdauer. Insbesondere werden die Knie belastet, vor allem, wenn es bergab geht.
Trinken
Brunnen, Gewässer, Quellen im Freien bieten nicht immer Trinkwasserqualität. Wasser zum Trinken oder Zähneputzen am besten dort besorgen, wo es vertrauenswürdig ist, ansonsten erst abkochen. Erfahrene Pilger raten dazu, jede Möglichkeit zu nutzen, den Trinkvorrat aufzufüllen und die Trinkflasche erst dann auszutrinken, wenn sie direkt wieder aufgefüllt werden kann. Hilfreich ist folgender Tipp: höchstens die Hälfte der Menge trinken, die jeweils in der Flasche vorrätig ist, damit immer ein Rest bleibt.


U
Unterkunft
siehe > Pilgerherberge


V
Versicherung
siehe: Auslandsversicherung
Vitamine
Wichtige Stoffe, die der Körper benötigt. Werden normalerweise bei ausgewogener Ernährung dem Körper zugeführt. Sollten nur dann künstlich zugeführt werden, wenn bei großer Anstrengung die normale Versorgung nicht reicht.
Vorbereitung
siehe > Planung
Vorrat
siehe > Notproviant


W
Wald
Bietet bei starker Sonne guten Schutz, weist meist weiche Weg auf, über die sich angenehm gehen läßt.
Wäscheklammer - Wäscheleine
Eine einfache Leine reicht, um sie als Wäscheleine aufzuspannen. Nicht auszuschließen, daß man sie auch braucht, um Reparaturen an Rucksack oder Zelt durchzuführen oder sein Gepäck zu schnüren.
Waschen
Regelmäßig. Immer. Immer öfter.
Wein
Mancher Wein schmeckt am besten dort, wo er angebaut wird. Tagsüber kann er müde und unaufmerksam machen.
Wertgegenstände
Tragen Sie nicht offen Schmuck, der wertvoll aussieht. Halten Sie in der Geldbörse nur geringe Mengen an Geld bereit, größere Geldmengen am Leib tragen, z.B. in geeigneten Gürteln, auch nachts. Lassen Sie die Behälter, in denen Sie Ihr Geld, Wertsachen und Ihre Papiere aufbewahren, auch nachts nicht unbeaufsichtigt.
Wolf
Wundgeriebene Hautpartien. Zur Vermeidung empfindliche Stellen mit Hirschtalg einreiben.


Z
Zecken
Zecken lassen sich nicht, wie oft behauptet wird, von Bäumen auf Menschen und Tiere herabfallen, sondern sitzen in Gräsern und werden dort abgestreift. Hat sich eine Zecke festgebissen, wird sie sofort mit einer > Zeckenkarte oder Pinzette herausgezogen und die Wunde gereinigt. Bei Zeckenbefall darf diese nicht zerquetscht werden, weil dadurch Krankheitserreger frei gesetzt werden können. Sollte sich die Wunde röten und schmerzen, bedarf es ärztlicher Behandlung. Zecken können die Borreliose übertragen, eine bakterielle Erkrankung, die mit Antibiotika behandelt werden kann. Auch können Sie Viren übertragen, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hervorrufen können. Gegen die FSME ist eine Impfung möglich, die einige Wochen vor dem Pilgerbeginn beginnen sollte. Prüfen Sie, ob Ihr Pilgerweg durch ein Risikogebiet verläuft und beugen Sie mit einer Impfung vor. Schützen Sie sich mit Wanderstiefel, dicken Strümpfen und langen Hosen. Bleiben Sie auf den Wegen, vermeiden Sie, durch Gebüsch, dichtes Unterholz und hohes Gras zu gehen. Gegebenenfalls können Sie die Zecke in einem Gefäß aufbewahren, damit im Labor geprüft werden kann, ob sie Krankheitsüberträger führte.
Zeckenkarte
Kleines, etwa scheckkartengroßes Kärtchen mit V-Ausschnitt, mit dem eine festgebissene Zecke herausgezogen werden kann.
Zelt
Textile Überdachung auf kleinstem Raum. Zusammengepackt beansprucht es Raum und Gewicht. Erfahrene Zelt-Pilger schlagen ihr Zelt erst in der Dunkelheit auf, um nicht unwillkommene Besucher auf sich aufmerksam zu machen. Zur Ausstattung gehören im Weiteren Isomatte sowie Kochgeschirr.
Zerrung
Eine Zerrung ist meist die Folge einer Überanstrengung der Muskulatur, weil zu schnell der nicht aufgewärmte Muskel beansprucht wird oder zu lange einseitig belastet wurde (Asphalt). Die Zerrung wird durch Kühlung behandelt (z.B. Quell- oder Brunnenwasser, wenn vorhanden) und ruhiggestellt, also bandagiert. Wird der gezerrte Muskel nicht geschont, kann er reißen.
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